Instrumentalunterricht

Hier erhalten Sie erste allgemeine Informationen zur Ausbildung auf einem Instrument. In einer Probestunde können Sie sich vom Fachlehrer individuell beraten lassen.

Klavier

Was Eltern von interessierten Kindern für das Erlernen des Instruments Klavier wissen sollten:

Zum Erlernen eines Musikinstruments gehören grundsätzlich musikalische Neigung und Eignung, regelmäßiges Üben und die aktive Unterstützung durch die Eltern.

Das beste Alter, um mit dem Klavierspiel zu beginnen, ist der Schulbeginn.
Neben den allgemeinen Anforderungen an das Lernvermögen des Kindes und den motorischen Voraussetzungen der Hände stellt das Erlernen des komplexen Klaviernotensystems eine anspruchsvolle kognitive Herausforderung dar. Besonders bezahlt für den Klavierunterricht macht sich die vorschulische musikalische Grundausbildung.

Natürlich ist auch ein späterer Einstieg möglich.

Gitarre

Das Erlernen des Gitarrespielens erfordert viel Geduld und tägliche, konzentrierte Übung.

Um mit der Ausbildung zu beginnen, ist ein Alter von 6 bis 7 Jahren optimal. Es ist aber auch möglich, bereits im Vorschulalter, also ab 5 Jahren, mit der Gitarre zu beginnen. Dafür gibt es geeignete Instrumente. Gerade hier ist die tatkräftige Unterstützung der Eltern beim häuslichen Üben unbedingt erforderlich. Auch älteren Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen wird der Einstieg nicht schwer fallen. Für jedes Alter gibt es die entsprechende Instrumentengröße, die ohne Behinderungen die Saiten zu zupfen und den Hals zu umfassen ermöglicht. Gitarren gibt es von der 1/8- bis hin zur 4/4-Größe. Die Musik-Etage bzw. ihr Förderverein verfügt auch über einen begrenzten Fundus an Leihinstrumenten. Die Gebühr beträgt in der Regel 7-8 € pro Monat. Schülerinstrumente sind auch in jedem Musikaliengeschäft käuflich, sollten aber vom Gitarrenlehrer auf Güte und Bespielbarkeit überprüft werden. Lassen Sie sich vor dem Kauf vom Fachlehrer beraten.

Die Gitarre ist ein sehr vielseitiges Insrument und in vielen musikalischen Kontexten, von der Klassik, über die Folklore bis zu Jazz, Blues und Rock, zu Hause. Diese stilistische Vielfalt findet je nach den Wünschen der Schüler im Lehrplan Berücksichtigung. Es ist auch möglich, direkt mit der Akustik- oder E-Gitarre zu beginnen. Musiktheorie- und Notenkenntnisse sind zwar gut, aber nicht unbedingt erforderlich und können gleichzeitig mit Erlernen des Instruments, erworben werden.

Violine/Viola

Die erste Geigenstunde

Was Sie wissen sollten.

Geige zu spielen ist eine ganz besondere Herausforderung, die regelmäßiges Üben und Ihre aktive Unterstützung als Eltern erfordert.

Im Alter von 5 bis 6 Jahren sind die Voraussetzungen optimal, mit dem Erlernen des Violinenspiels zu beginnen. Natürlich ist auch ein späterer Einstieg möglich.

In einem Vorstellungsgespräch bei dem Lehrer sollten schon im Voraus Fragen geklärt werden, ob sich das Kind für das Instrument eignet.

Was Sie benötigen

  1. Geige
  2. Bogen
  3. Kinnhalter
  4. Schulterstütze
  5. Ersatzsaiten
  6. Kolophonium
  7. Geigenkasten
  8. Notenständer
  9. Tücher zur Reinigung und zum Schutz des Instruments
  10. Noten (Empfehlung durch den Lehrer)

Sinnvolle Ergänzungen

  1. Stimmgerät
  2. Metronom

In Halle bieten eine Reihe von Geigenbauern Leihinstrumente an. Ein Leihinstrument ist bis zur ¾ Violine zu empfehlen. Sollten Sie ein Instrument kaufen wollen, so lassen Sie sich vorher bitte vom Fachlehrer beraten.

Geigenbauer in Halle

Violoncello

Das Violoncello, Kurzform Cello, ist ein viersaitiges Streichinstrument, d.h. die vier Saiten (C, G, d, a) werden mit einem Bogen angestrichen und der so entstehende Ton ist ein weicher, sonorer Klang, der in seiner Lage der menschlichen Stimme ähnlich ist.

Das Cello wird im Sitzen gespielt und steht dabei mit einem höhenverstellbaren Stachel auf dem Fußboden. Mit der rechten Hand hält man den Bogen und streicht damit die Satien an. Mit den Fingern der linken Hand verändert man durch das Herunterdrücken der Saiten die Tonhöhe.

Durch seinen großen Tonumfang ist das Cello vielfältig einsetzbar. Vom Begleitinstrument(Barock-Musik bis Rock und Pop) bis zum hochvirtuosen Soloinstrument gibt es ist zahlreiche Literatur zu spielen.

Da es speziell gefertigte Kindercelli(ausleihbar) gibt, kann man schon im Alter von 5 Jahren mit der Ausbildung beginnen. Ein späterer Einstieg, auch als Erwachsener ist jeder Zeit möglich. Das „Noten lernen“ geschieht ganz neben bei und ist keine Vorraussetzung. Beim Cello spielen ist, wie bei allen andern Instrumenten auch, eine regelmäßige Übzeit einzuplanen. Schon nach ca. ½ Jahr besteht die Möglichkeit, bei einem Celloensemble mitzuspielen.

Das braucht man: ein Cello mit Bogen und Hülle (alles ausleihbar), einen Stuhl entsprechend der Körpergröße, einen Notenständer.

Violoncello
Kontrabass

Mit dem Spielen des Kontrabasses kann man bereits im Grundschulalter beginnen. Es gibt mittlerweile brauchbare, leicht bespielbare und gut eingerichtete Instrumente in allen üblichen kleinen Größen (1/16, 1/8, 1/4, 1/2). Das Spiel auf einem 1/8-Bass empfehle ich für Kindern ab 6 Jahren, auf einem 1/4-Bass ab 9 Jahren und auf einem 1/2-Bass in der Regel ab 13 Jahren. Ist der Schüler mehr oder weniger ausgewachsen, wird auf der „normalen“ ¾-Größe gespielt. Das Kind sollte von kräftiger Statur sein, sauber singen können, tiefe Töne gern haben und Geduld mitbringen.

Der Unterricht findet schülerbezogen statt, das heißt, die Auswahl der Spielstücke erfolgt nach seinen Interessen. Da der Kontrabass in vielen musikalischen Richtungen zu Hause ist, gibt es eine weitreichende Palette an Stilistiken, die Eingang in den Unterricht finden können So sei die Klassik, Jazz, Tango, Rock´a´billy, Latin und verschiedene andere ethnische Stilrichtungen erwähnt.

Ich lege großen Wert auf die Ausbildung solider spieltechnischer Grundlagen, damit der Schüler den an ihn gestellten musikalischen Anforderungen gewachsen ist.

Eltern sollten in Betracht ziehen, dass der logistische Aufwand beim Kontrabass größer als bei den anderen Streichinstrumenten ist.

Einen Kontrabass kann man ausleihen. Es gibt jedoch bundesweit agierende Verleihfirmen, von denen ein Schülerinstrument bei gutem Service bezogen werden kann. Bei manchen Leihgebern fällt neben der Gebühr auch der Abschluss einer Instrumentenversicherung an.

 

 

E-Bass

Der E-Bass ist in der Tanz-, Rock-, Pop-, Soul-, Funk-, Metal- und Jazzmusik, in der Folklore, sowie in vielen ethnischen Musikstilen das Bassinstrument und somit Bestandteil der Rhythmusgruppe.

Dementsprechend liegt der Schwerpunkt der musikalischen Ausbildung an diesem Instrument neben der spieltechnischen Beherrschung  auf dem Erlernen der  Eigenheiten der vom Schüler bevorzugten Stilistiken. Es wird ein sicheres, grooviges und rhythmisches Spiel mit soliden Kenntnissen der Harmonielehre angestrebt, um selbständig Basslinien improvisieren zu können. Auch das eigentliche Solospiel, das Erfinden von Melodien über  Akkordfolgen, soll eine Berücksichtigung finden.

Der Unterricht kann in der Regel mit 12 Jahren begonnen werden. Sollte schon eher Interesse am E-Bass bestehen, so gibt es wegen der kleineren Greifhand die Möglichkeit, kürzer mensurierte Instrumente,  sogenannte „short-scale“-Bässe (Mensur 76 cm), zu benutzen.

Der E-Bass ist vom Wesen her ein Ensembleinstrument und ich empfehle, sobald es die spieltechnischen Fähigkeiten zulassen, in einer Musikgruppe, einer Band oder einem Ensemble zu spielen. Im Rahmen der Musik-Etage gibt es da auch verschiedene Möglichkeiten.

Zu beachten ist, dass zu einer vollständigen Ausrüstung eines Bassisten, neben dem eigentlichen Instrument, auch ein Kabel, ein Verstärker (meistens ein Combo, d.h. Verstärker und Lautsprecher in einem Gerät), ein elektronisches Stimmgerät, ein Metronom, ein oder zwei Lehrwerke, ein Aufgabenheft und gegebenenfalls Plektren gehören.

Sollte das Equipment erst noch beschafft werden müssen, so berate ich gern unterstützend.

Blockflöte

Was Eltern von interessierten Kindern für das Erlernen des Instruments Blockflöte wissen sollten:

Zum Erlernen eines Musikinstruments gehören grundsätzlich musikalische Neigung und Eignung, regelmäßiges Üben und die aktive Unterstützung durch die Eltern.

Die Blockflöte ist aufgrund ihrer geringen Anforderungen an die Physis ein hervorragendes Einstiegsinstrument.
Mit dem Flötenspiel kann bereits im Vorschulalter begonnen werden, was eine gute Ausgangsbasis für die spätere musikalische Entwicklung Ihres Kindes bildet.

Bei Interesse kann der Schüler später auf andere Blasinstrumente umsteigen oder aber auch die Familie der Blockflötenistrumente erlernen.

Querflöte

Kinder können ab ca. 6 Jahren mit dem Querflötenunterricht beginnen, aber natürlich ist auch ein späterer Einstieg möglich.

Für kleine Kinder gibt es Querflöten mit gebogenem Kopfstück. Dadurch ist die Flöte etwas kürzer, die Arme müssen nicht so weit gestreckt werden und die Haltung wird erleichtert. Diese Instrumente kann man bei uns oder einem Instrumentenbauer ausleihen.

Oboe

Was Eltern von interessierten Kindern für das Erlernen des Instruments Oboe wissen sollten:

Zum Erlernen eines Musikinstruments gehören grundsätzlich musikalische Neigung und Eignung, regelmäßiges Üben und die aktive Unterstützung durch die Eltern.

Neben die Musikalität treten aufgrund der spezifischen Anforderungen beim Oboeblasen besondere physische Komponenten.

Das Oboeblasen erfordert Kraft. Mit dem Oboespiel sollte nicht zu früh, also je nach Typ mit etwa zehn Jahren angefangen werden. Ein höheres Alter ist nicht von Nachteil. Außerdem ist die vollständige Ausbildung des 2. Gebisses, zumindest aber der oberen und unteren Schneidezähne Voraussetzung.

Besonders gut eignen sich Schüler, die bereits auf Erfahrung mit Blasinstrumenten, z.B. der Blockflöte, zurückgreifen können.

Der Entscheidung Ihres Kindes für die Oboe, sollte ein Vorstellungsgespräch vorausgehen.

Klarinette

Bei der Klarinette wird grundsätzlich zwischen dem „Böhm-System“ und dem „Deutschen System“ unterschieden. Diese beiden Systeme haben unterschiedliche Grifftechniken. Die Klarinette gibt es in unterschiedlichen Tonlagen, die geläufigsten sind die Es-, B-, A- und Bassklarinetten. Es sollte mit der B-Klarinette begonnen werden.

Klarinette kann von Kindern ab ca. 8 Jahren gespielt werden. Voraussetzung ist, dass die zweiten Zähne vollständig herausgewachsen sind. Zahnspangen sind kein Hindernis. Es gibt auch Kinderklarinetten, so dass auch kleinere Kinder schon mit dem Klarinettenspiel beginnen können.

Auch Erwachsene erzielen recht schnell Fortschritte auf diesem Instrument.
Kenntnisse auf der Blockflöte sind von Vorteil, aber kein Muss.

Saxophon

Das Saxophon gehört trotz des vielen sichtbaren Metalls in die Familie der Holzbläser. Wie auch bei der Klarinette entsteht der Ton durch die Vibration des Rohrblattes. Diese Ähnlichkeit ermöglicht nach gewissem Training das Spielen von beiden Instrumenten. Das Griffsystem ähnelt dem der Blockflöte.

Es gibt verschiedene Saxophone entsprechend den Singstimmen. Das Sopran-, Alt,- Tenor- und Baritonsaxophon sind die populärsten Vertreter.

Es empfiehlt sich mit dem Alt- oder Tenorsaxophon zu beginnen, wobei aufgrund der Größe bei Kindern nur das Altsaxophon in Frage kommt und auch erst dann, wenn die zweiten Zähne gewachsen sind und der Körper ausreichend groß ist, um das Instrument zu tragen.

Schlagzeug

Ab einem Alter von 6 Jahren kann mit den Grundlagen des Schlagzeugspielens begonnen werden, Vorkenntnisse sind nicht unbedingt nötig.

Grundvorraussetzung für den Unterricht ist ein eigenes Schlagzeug. Für Kinder gibt es hier spezielle Sets, die kleinere Kesselgrößen haben, als ein Standartsets. Schon für ca. 140 Euro kann man diese erwerben. Um die Nachbarn zu schonen gibt es Gummiaufleger, die den Sound dämpfen, allerdings trübt das auch die Spielfreude und ändert das Spielgefühl.

Eine Alternative bieten hier die elektronischen Drumsets, da man mit Kopfhörer spielen oder den Ton über die Stereoanlage schicken kann. Hier gibt es aber große Unterschiede, die günstigen Sets ab ca. 260 Euro haben nur Gummipads, also ein anderes Spielgefühl als auf einer akustischen Trommel.

Im höheren Preissegment gibt es dann schon elektronische Trommeln mit richtigen Fellen, die in Dynamik und Spielgefühl eines Akustiksets schon sehr real simulieren. Für Fragen, bezüglich der Auswahl, steht Ihnen unsere Lehrkraft gerne zur Verfügung.

Der Unterricht beinhaltet die Grundlagen der Rhythmus- und Notenlehre, leicht verständlich und nachvollziehbar für ihr Kind. Freude am Spielen und Üben sind die wichtigsten Vorraussetzungen für den Erfolg und die Weiterentwicklung am Schlagzeug!

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Lehrer

Allgemeine Informationen und Empfehlungen für den Instrumentalunterricht

In einer Zeit, welche die Reproduzierbarkeit von Musik nahezu grenzenlos ermöglicht, ist es schwieriger geworden, Kinder für das eigene Musizieren zu begeistern. Dennoch entscheiden sich viele Kinder spontan für ein bestimmtes Instrument ihrer Wahl mit dem festen Wunsch, es zu erlernen. Dies zeigt, dass die Sehnsucht nach musikalischem Ausdruck in uns wohnt und nicht durch technische Faszination zu ersetzen ist.

Musik sollte zum Leben eines Kindes gehören.

Das Erlernen eines Instrumentes

erfordert eine Menge Geduld, Ausdauer und die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit.
Ein Kind kann an sich selbst erfahren, wie Erfolg nur durch stetige Beschäftigung mit dem Instrument und manchmal auch nur durch langsames Vorankommen erreicht wird.
Bei diesem Prozess ist die Unterstützung von Erwachsenen (Eltern, Großeltern oder Freunden) ganz wesentlich.

Welches Instrument ist das Richtige?

In der musikalischen Früherziehung unserer Musikschule werden Instrumente kontinuierlich vorgestellt, sodass ein Kind die Chance hat, Vorlieben zu erfahren. Zusätzliche Angebote (z.B. zum Tag der offenen Tür oder zu entsprechenden Schülerkonzerten) geben wir Kindern die Möglichkeit, verschiedene Instrumente auszuprobieren. Informieren sie sich beim Fachlehrer zu den spezifischen Ansprüchen und Herausforderungen sowie den Kosten des jeweiligen Instruments. Die Instrumentallehrer unserer Musikschule beraten Sie gern.

Die ersten Jahre des Instrumentalunterrichts

sind die wichtigsten, da sie über die gesamte musikalische Zukunft des Kindes entscheiden. Ein guter Lehrer, eine geschickte Hand der Eltern oder Großeltern sowie Begabung, Fleiß und Ausdauer des Kindes sind dabei gleichermaßen von Bedeutung.

Unterrichtsform

Das Erlernen eines Instrumentes ist so komplex, dass das Kind die ganze Aufmerksamkeit des Lehrers benötigt. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit des Einzelunterrichtes. (Ausnahmen bestätigen die Regel) Zusätzlicher Unterricht in der Gruppe sollte jedoch als wertvolle Ergänzung des Individualunterrichts ein fester Bestandteil der musikalischen Ausbildung an einer Musikschule sein. Gemeinsam Musizieren macht mehr Spaß, sensibilisiert, verlangt Rücksichtsnahme, Durchsetzungs- und Einschätzungsvermögen. Das musikalische Gemeinschaftserlebnis führt schneller zum Erfolg und fördert die Motivation, sowie Lebensfreude und soziale Fähigkeiten.